Neurotraining verstehen: Wie dein Nervensystem Leistung, Lernen und Schmerzen beeinflusst
Shownotes
Ist Muskelkraft wirklich alles? Oder entscheidet am Ende doch unser Gehirn darüber, wie wir uns bewegen, lernen und Schmerzen wahrnehmen?
In dieser Episode von Studieren mit Gehalt ist Luise Walther zu Gast. Als Performance- und Schmerzcoach beschäftigt sie sich seit Jahren mit Neurotraining, Neuroathletik und der Frage, wie das Nervensystem unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit beeinflusst.
Ausgehend von ihrer eigenen Geschichte nach einer Bandscheiben-Operation erklärt Luise, warum sie sich intensiv mit neurozentriertem Training beschäftigt hat und weshalb das Gehirn bei jeder Bewegung eine Schlüsselrolle übernimmt. Gemeinsam sprechen wir darüber, wie Neurotraining im Leistungssport, in der Rehabilitation und im Alltag eingesetzt werden kann.
Außerdem erfährst du:
- Warum Muskelkraft nur die halbe Miete ist
- Wie Neurotraining Schmerzen beeinflussen kann
- Welche Bedeutung Atmung, Augen und Gleichgewicht für Bewegung haben
- Wie Studierende Konzentration und Lernleistung verbessern können
- Warum Schlaf und Bewegung entscheidend für erfolgreiches Lernen sind
- Welche einfachen Routinen sich sofort in den Alltag integrieren lassen
- Weshalb wissenschaftliche Neugier wichtiger ist als schnelle Heilsversprechen
Weiterführende Empfehlungen aus der Folge: Podcastfolge mit Ulf Sobeck zum Thema Neurotraining Inhalte von Nils Bökenbrink zu aktuellen Studien Bücher und Podcast von Luise Walther
🎓 Studieren mit Gehalt ist der Podcast der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Hier sprechen wir mit Expertinnen und Experten aus Sport, Gesundheit und Wissenschaft über aktuelle Entwicklungen und spannende Karrierewege im Gesundheitsmarkt.
Transkript anzeigen
00:00:10: Muskelaufbau ist total wichtig und solltet ihr auch alle gar regelmäßig machen, aber wir müssen ganz ehrlich sagen die Kraft, die dabei so entsteht.
00:00:18: Die ist im Endeffekt eigentlich nur die halbe Miete denn hinter jeder unserer Bewegungen egal wie viel Kraft wird da jetzt bewusst oder unbewusst reinstecken oder nicht steckt vor allem eins, nämlich unser Nervensystem.
00:00:30: Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Studieren mit Gehalt!
00:00:34: Ich freue mich sehr dass wir heute auch in dem Podcast hier über dieses Thema sprechen können und dazu haben wir die Live Luise zu Gast.
00:00:41: Luise Walter stelle dich an der Stelle am besten einmal selbst kurz vor denn ich weiß du bist Quereinsteigerin in diesem Bereich und Du hast eine sehr interessante Vita und erklär unseren Zuhörerinnen und Zuhöhrern gern mal wer Du bist wo Du genau herkommst und wie Du dort gelandet bist, wo Du jetzt bist
00:00:57: Total gerne.
00:00:58: Herzlichen Dank, dass ich für die Einladung... Ich versuche das kurz zu halten!
00:01:02: Ich bin Performance- und Schmerzcoach Und ich bin tatsächlich du hast es gerade schon gesagt als Queransteigerin durch meine eigene Leidensgeschichte auf das Thema Neurozentriertestraining oder Neuroathletik gekommen.
00:01:11: also wirklich jetzt um die letzten Jahre mal zusammenzufassen quasi vom Krankenbett auf die Handelbank durch Neurocentriertes Training habe ich nach der ersten Bandscheibennot OP von diesem Trainingsansatz erfahren und fand das aus Patientensicht ganz spannend mir das mal irgendwie so ein bisschen anzuschauen und hab dann gemerkt okay ist total spannend den Zusammenhang selber am eigenen Körper zu spüren, welchen Einflussatmungen aber zum Beispiel auch Training von meinen Augen auf mein Schmerzempfinden hat und vor allem auf die Beweglichkeit.
00:01:36: Und ich war ehrlicherweise so bei der ersten Weiterbildung total überfordert und dachte mir so, ja, ich mache eine Atemübung, eine Augenübung und auf einmal kann nicht mein Bein oder mein Gesäß besser ansteuern?
00:01:44: Wie kann das sein?
00:01:45: Das würde ich gerne besser verstehen!
00:01:46: Und ob dann in den nächsten Jahren ein amerikanisches Ausbildungssystem durchlaufen kennt vielleicht er oder die einen oder andere.
00:01:52: Sie heißt Performance.
00:01:53: also habe bei Dr.
00:01:54: Eric Cobb gelernt, hab bei dem dann auch mal ein Master-Practice nur noch abgeschlossen und dann in Deutschland zu diesen ganzen üblichen Trainer-Lizenzen, Pürsene-Trainer, medizinischer Fitnesstrainer.
00:02:03: Da habe ich aber relativ schnell gemerkt dass dieses das Gehirn steuert im Endeffekt deine Bewegung, deine Leifungsfähigkeit egal was wir denken wie wir uns fühlen wie wir bewegen.
00:02:13: Das ist eigentlich viel viel spannender für mich als zu sagen es geht immer nur darum höher schneller weiter.
00:02:17: Und hab' ich in den letzten Jahren wirklich nur noch auf Neurozentrum des Training fokussiert?
00:02:20: Schreib darüber Bücher jetzt gerade der sechste fünf sind schon auf dem Markt.
00:02:23: Hab' da rüber mal einen eigenen Podcast mit Gönn dir Gesundheit.
00:02:26: Und mir ist es aber vor allem wichtig, das nicht nur so im Leistungssport zu etablieren sondern wirklich auch Gesundheitskontext in der Prävention, aber auch eine Rehabilitation zu verankern weil ich einfach sehe was das für ein Potenzial hat und ich glaube so diese wir dürfen uns gesundheit gönnen und es muss nicht immer noch komplizierter sein sondern wir dürfen gewisse Dinge auch erst mal vereinfachen hat ganz viel Potential.
00:02:46: Ja auf jeden Fall dann springen wir an der Stelle doch direkt mal noch in die Praxis rein.
00:02:52: Wie sehr hast du denn das Gefühl, dass dieses Thema mittlerweile so im Alltag angekommen ist?
00:02:57: Im Gesundheitssystem.
00:02:58: Einerseits ist es glaube ich schon seit Jahren Jahrzehnten, wenn nicht sogar Jahrhunderten angekommen weil... Ich mag immer diese Perspektive von neurozentriertes Training oder neuroathletik ganz innovativ nicht, weil das Nervensystem funktioniert seit Tausenden von Jahren, so wie es funktioniert.
00:03:12: Also die Augen-Einfluss auf Bewegungsstörungen hat man im Augenjuger beispielsweise auch schon vor mehreren Tausendern von Jahren gehabt oder dass man über die Atmung bewegensteuern kann sind in fast allen traditionellen Egal ob Kampfkunst und auch Therapiekonzepten schon ganz lange verankert.
00:03:27: das heißt eigentlich ist gar nichts Neues.
00:03:29: ich glaube das aber so in den letzten sagen wir mal fünf bis zehn jahren.
00:03:33: dieser strukturiertere Ansatz also wirklich über das Nervensystem als Fokuspunkt zu geben sich Stück für Stück etabliert, da ist aber glaube ich aus meiner Perspektive zumindest auch noch ein ganz ganz langer Weg vor uns das auch noch viel mehr in die Studie mit einzubinden.
00:03:48: Da nochmal eine ganz andere Evidenz mit und nicht nur Erfahrungsevidence sondern auch wirklich eine wissenschaftliche studienbasierte Evidenzen aufzubauen.
00:03:54: Ich glaube da sind wir wahrscheinlich ehrlicherweise erst in den Kinderschuhen und sind wir aber auch oft.
00:03:58: das finde ich immer das Spannende was so die ganze Technik und die ganze Studienlandschaft angeht ja gerade auch nach total spannenden Phase wo man mittlerweile viel mehr testen kann vor ein paar Jahren jahrzehnt noch gar nicht denkbar war.
00:04:11: Ja, auf jeden Fall!
00:04:12: Ich kann an der Stelle auch schon mal noch kurz erzählen ich durfte vor zwei Wochen schon Podcast zu dem Thema aufnehmen und zwar mit Ulf Sobek und er hat auch so ein bisschen über die Studienlage erzählt dass das eben gerade einfach sehr sehr Ich sag mal, noch individuell ist.
00:04:26: Also das ist sehr viel eben auf persönlichen Erfahrungen beruht und da weiß ich an der Stelle nochmal sehr gerne daraufhin auf den Nils Bökenbrink.
00:04:33: Ich weiß nicht ob der Name dir auch was sagt, Ruise.
00:04:36: Hingewiesen, der nämlich jeden Freitag neue Kenntnisse, neue Studien immer auf seinem Insta-Kanal teilt und das würde ich auch gerne nochmal hier in den Show Notes verlinken weil ich glaube dass das für viele die sich mit dem Thema so ein bisschen auseinandersetzen sehr spannend ist.
00:04:48: Ja, so ein bisschen Futter geliefert bekommt und nicht immer so sehr selbst dann in die Recherche rein gehen muss.
00:04:55: Weil muss man sagen ist einfach bei dem Thema auch sehr zeitintensiv.
00:04:59: dann wenn man sich da wirklich dahinter klemmen will.
00:05:02: Gehen wir doch mal auf deine persönliche Geschichte gerne zurück.
00:05:06: Was war denn so?
00:05:07: die erste, ich nenn es jetzt mal Übung?
00:05:09: Die bei dir was gebracht hat und was hat's ausgelöst?
00:05:14: weil du hast ja eben gesagt eine Übung mit den Augen.
00:05:16: wie können wir uns das vorstellen als jemand der das noch nie gemacht hat?
00:05:21: Ja, eine total gute Frage.
00:05:22: Das waren tatsächlich unterschiedliche Übungen und die Erste, die bei mir glaube ich wirklich so dieses... Was passierte gerade in meinem Körper und was ist da hier los?
00:05:31: Ich verstehe die Welt nicht mehr.
00:05:32: Das war tatsächlich eine Atemübung, sogenannte Zwerchfelddehnung.
00:05:35: Man muss sich das so vorstellen.
00:05:36: ich hatte damals also war nach der ersten Bandscheiben Not OP.
00:05:39: Ich habe damals das neige Bein nicht wieder richtig gespürt.
00:05:41: Also hat er sensorische Ausfälle und ich konnte nicht richtig auf die Zehenspitzen und auf die Fersen gehen.
00:05:46: Also ihr hatt auch motorische ausfälle.
00:05:47: Und dann haben wir vor Ort damals tatsächlich mit Dr.
00:05:50: Eric Cobb aber auch mit Lars Liene hat zusammen ein bisschen geschaut okay Beckenboden Muskulatur Rumpfansteuerung vielleicht einen positiven oder auch negativen, weiß man ja aber nicht Einfluss haben und haben dann eine Zwerchwelldehnung gemacht.
00:06:02: Also relativ simpel im Stehen einfach das Becken gekippt also ganz leicht in den Rundrücken gegangen, dann bei der Einatmung die Arme über den Kopf gestreckt, Mund offen gehalten und dann verlängert ausgeartnet.
00:06:14: Das haben wir zwei-drei Mal gemacht und danach habe ich wieder getestet kann ich mich auf die Zehnspitzen stellen?
00:06:18: und doch nicht!
00:06:19: Da dachte ich mir so, warum kann ich jetzt auf einmal auf die Zehenspitzen gehen und sogar ein paar Schritte auf den Zehnspitzen laufen.
00:06:25: Ich weiß nicht, dass ich damals wirklich so gedacht habe was macht ihr denn gerade hier mit mir?
00:06:28: Was ist das für ein Zauber?
00:06:29: Und dann aber so Stück für Stück zu verstehen ja okay klar wenn ich irgendwie zwerchveraktiviere, wenn ich aus dem Beckenboden eine gewisse Spannung löse, wenn sich die Funktionalität und die Synergieeffekte zwischen zwercherem Becken boden optimiere und meinem Nervensystem erst mal wieder ne Sicherheit gebe Dann hat es natürlich sowohl über fasziale Strukturen, über neurologische Aber auch ganz biologisch so anatomische Faktoren Einfluss auf, wie ist meine Beckenposition?
00:06:54: Wie viel Druck es vielleicht an den unterschiedlichen Stellen.
00:06:57: Wie kann der Nerv in dem Moment auch direkt entlastet
00:06:59: werden?".
00:07:00: Und das fand ich damals herausfordernd und mittlerweile aber immer noch sehr faszinierend.
00:07:05: Das ist halt nicht so dieses...das ist die eine perfekte Übung, sondern dass es immer ein Zusammenspiel ist.
00:07:10: Dass man im Körper irgendwie alles miteinander verbunden ...ich glaube, dass es auch im Studien wird wahrscheinlich auch Ulf, also Professor dass das ja manchmal auch so ein bisschen die Herausforderung ist, dass man eben nicht sagen kann.
00:07:22: Das hat jetzt diesen einen Effekt sondern es hat halt ganz viele unterschiedliche Effekte wenn man beispielsweise die Atmung optimierten Effekt auf Zwerg fällt aber eben auch auf die Ein- und Ausatmoskulatur auf die Körperstatik aufs Gleichgewichtssystem Und ich finde das nach wie vor irgendwie so beeindruckend wie schnell das gehen kann wie individuell das natürlich einerseits auch ist, aber und da widerspreche ich wohl vielleicht zum Bissen.
00:07:43: Ich finde es ein bisschen wieder in der Medizin ganz oft.
00:07:45: Auch so häufig ist es häufig selten, es ist selten.
00:07:48: also ich merke schon auf ich habe mittlerweile Vor neuntausend Sessions neurozentriertes Training gegeben.
00:07:52: Früher noch im Praxiskontext, mittlerweile nur noch im Trainingskontext und ich würde schon behaupten wollen es gibt viele Übungen die einen positiven Effekt bei achtzig Prozent der Leute haben und dann wird's individuell aber sehr ... Die ganze Trainingswissenschaft, die ganze Therapie selbst die Medizin basiert ja auf einer gewissen Wahrscheinlichkeit und Häufigkeitsverteilung und dazu schauen okay was sind eben Grundübungen, die bei den meisten positiven effekten?
00:08:15: Und dann, und das fasziniert mich so.
00:08:17: Wie kann man dann aber jede Übung individuell anpassen?
00:08:20: An Intensität, aber eben vielleicht auch ans Geschlecht, an Körpergröße, an vielleicht auch physiologische emotionale Zustände... ...und dann finde ich wird es irgendwie so spannend.
00:08:27: Das merke ich bei mir selber auch jeden Tag.
00:08:29: Man ist ja jeden Tag ein bisschen im anderem Zustand.. ..und das macht's finde ich dann aber in der Anwendung einerseits zu einfach!
00:08:35: Weil man eben damit mit dem Basics anfangen kann und dann wirklich individuell schauen kann, wie kann man das anpassen?
00:08:40: Wie kann man es steigern vor allem aber auch wie kann wir uns vielleicht erst mal einfacher machen um die Leute nicht zu überfordern.
00:08:47: Ja definitiv.
00:08:48: Jetzt hast du schon gesagt jeder von uns ist ja auch anders.
00:08:51: Jeder ist jeden Tag so in einer anderen Verfassung.
00:08:54: was hat denn da im Endeffekt alles Einfluss auf das Neurotraining?
00:09:00: Sehr gute Frage!
00:09:02: Beziehungsweise kommt darauf an, also das ist ja immer so.
00:09:04: Das würde ich aber nicht nur auf Neurotraining beziehen sondern ich habe heute morgen Krafttrainingseinheit gehabt auch da.
00:09:09: es ist abhängig davon was habe ich vorher gegessen wie habe ich geschlafen?
00:09:12: Wie sicher und gut fühle ich mich?
00:09:13: Bin ich irgendwie im Kopf schon bei der To-Do Liste von den nächsten Aufgaben.
00:09:18: oder kann ich mich jetzt hier moment wirklich fokussieren?
00:09:20: Und dann ist es egal ob das ein Technik Training ist, ob das einen KraftTraining ist, Ob dass ein Ausdauertraining ist ,ob das Neurottraining.
00:09:28: Wir arbeiten, interagieren mit unserem Körper zusammen.
00:09:30: Und da geht es natürlich im Endeffekt immer darum wie viel Energie habe ich gerade eigentlich zur Verfügung?
00:09:35: Oder ist mein Körper irgendwie so gestresst und unsicher dass das Nervensystem gar nicht in der Lage ist wirklich Leistungen abzurufen?
00:09:41: können wir von kognitiven emotionalen Situation oder Herausforderung?
00:09:44: ja genauso.
00:09:45: Das heißt für mich ist es total entscheidend dass man das eben Nicht so isoliert mit nur ah jetzt mache ich Neurotraining sondern dass Es wirklich immer an den Kontext eingebettet wird.
00:09:53: und dann muss man wie bei jeder anderen Trainingsform eine Form von Leistung bringen will, ob das jetzt ist.
00:10:00: Ich arbeite mit Kunden eins zu eins oder ich muss eine Hausarbeit schreiben oder ich möchte irgendwie im Alltag abschalten und mir Museum-Kunstwerke angucken.
00:10:08: dafür brauchen wir auch kognitive körperliche mentale emotionale Stabilität.
00:10:13: so es ist im Training genauso und das ist natürlich jeden Tag ein bisschen unterschiedlich.
00:10:17: ja jetzt habe ich gerade gedacht weil du gesagt hast auch so irgendwie ins museum gehen oder so.
00:10:22: ich hab zum beispiel aktuell dass ich nenn's jetzt mal problem.
00:10:26: Ich finde nicht so richtig Ruhe, wenn ich was lesen möchte.
00:10:29: Also das fällt mir total schwer und ich glaube, dass ist etwas wie du das jetzt beschrieben hast.
00:10:33: da könnte ich vielleicht vorher mal ein bisschen Check-in machen quasi mit einer Art Neurotraining und mich dann auch vielleicht so ein bisschen besser dadurch fokussieren?
00:10:40: Wie könnte man denn sowas zum Beispiel angehen als Praxisbeispiel?
00:10:45: Ein schönes Beispiel hatte ich tatsächlich heute Morgen erst mit einer Kundin ja auch gesagt hat sie hat irgendwie sieben Bücher darlegen die sowas wochenende lesen wollte und sie kam zu Keim.
00:10:54: Das werden die meisten zuhören und nachvollziehen können.
00:10:57: Wir sind ja, was unsere Augen angeht, schon fast in einer Überlastung.
00:11:01: Wenn wir uns angucken wie wir eigentlich konzipiert sind der Natur uns dreidimensional zu bewegen mit vielen Bäumen um uns herum oder Blick in die Ferne das haben wir am Alltag fast gar nicht mehr.
00:11:13: Das heißt wenn wir uns Bewegungsstörungen angucken haben diese drei Systeme also einmal die Augen als das visuelle systemes vestibuläres Gleichgewichtssystem und Propiorezeption vereinfach gesagt unseren Bewegungsapparat.
00:11:25: und über die Augen fordern wir natürlich über Social Media, über viel Zeit am Handy, viel Zeit im Laptop.
00:11:31: Sehr geringe Distanzen also meistens irgendwie so maximal ein Meter Abstand sind unsere Augen ganz oft überfordert verarbeiten müssen, sind auch die ganze Zeit quasi schon in der Aktivierung.
00:11:44: Und wenn wir dann sagen so und jetzt setze ich mich hin und jetzt erwarte ich irgendwie dass mein Gehirn meine Augen sofort umschalten können und die ganze zeit diese langsamen Augenfolgebewegung am Ende der Zeile und Sprung und wieder quasi sich fokussieren können ist das für viele tatsächlich... Ich vergleiche das mal ein bisschen wie so einen Overload dass sie sagen ne ich komme überhaupt nicht zur Ruhe Was man dann gezielt machen kann, wieder individuell.
00:12:05: Ich nehme mal so die Beispiele, die mit den meisten meiner Klienten gut funktionieren es wirklich sich erst einmal hinsetzen, Augen schließen sogenanntes Palming und dann die Handflächen entweder vorher reiben und auf die Augenflächen legen und dann solange erstmal entspannt ein- und ausatmen bis man nichts mehr sieht Also bis wirklich der Blick nur noch schwarz ist.
00:12:22: Wer das jetzt mitmacht, dass wenn man mal die Augen schließt und die Hände auf die Augenlieder legt ... Dann hat man ganz oft noch Farbverläufe.
00:12:28: Manche beschreiben das irgendwie als Blitze oder Muster.
00:12:31: Und wirklich zu warten.
00:12:32: Manchmal dauert es bei mir sechs, sieben Minuten.
00:12:34: Früher hat es teilweise über zehn Minuten gedauert.
00:12:36: Das bricht nicht unbedingt für mein Social Media beziehungsweise für mein Handy gebrauch aber ich arbeite halt fast nur online.
00:12:44: dem Körpervieh viel einfacher zu sagen, okay jetzt habe ich auch die Ruhe.
00:12:47: Jetzt habe ich in anderen Strichen den Zwischenspeicher einmal gelehrt und dann kann man wieder lesen.
00:12:53: oder das ist immer so ein bisschen die Frage woher kommt die Unruhe?
00:12:56: Ist es bei manchen meiner Klienten noch einfach dass sie die ganze Zeit schon gesessen haben vielleicht gearbeitet haben und dann eigentlich der Bewegungsimpuls vielen würde.
00:13:05: Das heißt die zweite Option, die ich ganz vielen empfehle ist ganz old school.
00:13:09: Ist das schon Neurotraining?
00:13:10: keine Ahnung raus gehen kurz einen Spaziergang machen Nicht am Handysign, nicht parallel Podcast hören.
00:13:15: Nicht parallel, ob wir auf Social Media sind sondern wirklich Blick in der Natur draußen schweifen lassen damit die Augen auch da auf eine andere Art und Weise mal wieder angespannt werden und nicht die ganze Zeit in dieser Nähe fokussieren müssen und dann nach der Bewegung sagen okay wenn man vom Spaziergang zurück kommt.
00:13:30: jetzt kann ich mich hinsetzen habe wieder die Ruhe.
00:13:32: also es ist immer so ein bisschen eigentlich beide Bereiche.
00:13:34: manche brauchen eher Ruhe manche braucht vielleicht auch erst meine Aktivierung dass das Nervensystem erstmal einen anderen Impuls bekommt.
00:13:40: Ja, das ist spannend.
00:13:41: Bei mir ist es zum Beispiel dann auch so dass ich merke... Ich lese eigentlich relativ gerne dann auch gegen Abend weil wenn ich arbeite, ist es auch tagsüber einfach in der Tickel nicht möglich und dann gehe ich auf die Couch oder gehe dann auch mal mit einem Buch ins Bett und lese dann so drei vier Seiten und dann fallen mir die Augen einfach zu sozusagen.
00:13:58: Ich merk wirklich wie sie total schwer werden und wie ich aber innerlich dann trotzdem.. Ich bin ja nicht müde müde sondern nur meine Augen sind eigentlich im Moment müde und das ist dann ein bisschen der Zwiespalten den man da drin steckt und ich glaube Es geht ganz, ganz vielen Menschen die einfach auch am Computer arbeiten.
00:14:13: Ähnlich, weil man ist ja den ganzen Tag... Wir beide ja auch, wir sitzen jetzt auch gerade vom Computer und gucken uns dann gegenseitig an ne?
00:14:20: Und wenn das hier heute beendet ist, dann geh ich an Computer und fang an Grafiken zu erstellen oder irgendwie Sachen zu lesen, wenn ich ein Posting verfasse oder so.
00:14:30: Also ich hab eigentlich meine Augen haben den ganzen tag keine Ruhe und der Fernblick, also wenn ich meinen Arbeitstag durchgehe Dann ist der Maximum in der Pause, wenn ich eine Runde rausgehe.
00:14:42: Das würde ich ja tatsächlich ... Da bin ich mit mir selber sehr picky weil ich selbstständig bei mir achtet keinen Arbeitgeber und niemand darauf.
00:14:49: Für mich ist das wirklich nach jedem Meeting egal wo ich bin stelle ich mich Fensterbalkon Terrasse je nachdem in welcher Location ich gerade bin und gucke wirklich uns sei es noch dreißig Sekunden in die Ferne oder atme zweitermal tief ein und aus.
00:15:01: Weil dass dieser kurze Reset nicht nur für die Augen Sondern ich sage auch momentan und emotional, also dieses okay bevor ich in das nächste Gespräch gehe.
00:15:09: Bevor ich mit dem nächsten Kunden arbeite, bevor ich mich um meine eigenen Themen kümmere bin ich ja gar nicht aufnahmefähig.
00:15:15: Und das ist und das finde ich aber wichtigst gibt es diese ganzen unterschiedlichen Regeln.
00:15:19: alle zwanzig Minuten für zwanzige Sekunden, zwanziges Feed Also sind dann ca.
00:15:23: zwölf.
00:15:23: Komma fünf Meter in die Ferne schauen wo ich so denke Ja, super.
00:15:26: Wer kann das im Alltag?
00:15:28: Also ich könnte es, weil ich relativ selbstbestimmt arbeiten kann.
00:15:31: aber sich zu überlegen was sind so Tätigkeiten für mich ist immer wenn ich ein Videocall aufgelegt habe bevor ich ins nächste Meeting komme.
00:15:38: bei dir war jetzt auch zwei Minuten genau deswegen zu spät weil ich mir so dachte der Nächste war zu nah getaktet.
00:15:43: dann komme ich ja zwei minuten zu späht.
00:15:45: sorry Ich rette keine menschenleben dass bei mir alles relativ egal plus minus zwei drei Minuten.
00:15:50: Aber dafür mit Fokus zurückzukommen Und zu sagen, ich habe vor allem die Augen einmal entspannt und mir die Zeit genommen mal drei, vier tiefe Atemzüge zu nehmen.
00:15:58: Das kann man glaube ich nicht oft genug betonen wie wichtig das ist.
00:16:01: Und wieder, ich mache das nicht aus Vernunft sondern ich mach das einfach weil ich mir dasselbe gönne, weil ich mich so denke ich hab nur einen Leben Ich hab nur ein Körper.
00:16:09: Warum soll ich wenn ich das ganze Wissen habe mich die ganze zeit dauerhaft quasi in diesen Stressmodus weiter hoch pushen wenn doch schon dreißig Sekunden kurz einmal aus dem Fenster geguckt, idealerweise Balkon-Terrasse je nachdem was man hat.
00:16:21: Schon sofort einen Unterschied machen
00:16:22: können.".
00:16:23: Ja das hört sich auch super simpel an wird bei uns zum Beispiel auch ganz gut gehen weil ich weiß nicht mehr von den Zuhörerinnen und Zuhören vielleicht sogar hier in Saarbrücken am Campus ist aber wir sind ja umgeben von Wald.
00:16:33: also dass es eigentlich eine richtig richtig gute Basis, um das einfach mal zwischendurch zu machen.
00:16:39: Ist ja vielleicht auch für den einen oder anderen der dann mal hier ist ganz interessant dass auch bei auszuprobieren Vielleicht zwischen den einzelnen Vorlesungen oder Seminaren einfach mal kurz rauszugehen Oder kurz rauszuschauen.
00:16:49: also man kann hier auch immer eigentlich ganz schön noch eine Runde zum Beispiel gehen Das machen wir auch gerne in der Pause.
00:16:54: Dann dass wir wirklich mal rausgehen und das hilft finde ich auch schon ungemein an.
00:16:58: was Ich jetzt tatsächlich auch zum Beispiel gerne mache.
00:17:01: das ermöglicht uns eben auch Einfach unser Arbeitgeber Wir dürfen zweimal pro Woche während der Arbeitszeit auch Sport machen.
00:17:09: Und das finde ich ist halt richtig, richtig Gamechanger gewesen für mich.
00:17:12: also wir gehen zum Beispiel einmal pro Woche in unserer Pause dann laufen und dann gehen wir in den Wald laufen und es ist dann komplett ja medienfreie Zeit sozusagen weil wir sind mehrere Leute.
00:17:22: dass bedeutet man ist halt Maximum man noch in Interaktion miteinander oder man ist auch einfach ruhig, hat aber sonst auch nichts und ich finde das macht einen riesigen Unterschied zu.
00:17:31: Ich gehe auch alleine laufen und höre dabei dann zum Beispiel auch Musik- oder ein Podcast.
00:17:35: Das mache ich immer gerne beim Laufen weil ich weiß nicht, ich find irgendwie... Beim Laufen nur mehr Selbstfirma atmen zuzuhören, was mag ich nicht so gerne?
00:17:44: Das glaube ich Geschmackssache oder man muss sich vielleicht doch dran gewöhnen, das weiß ich nicht!
00:17:47: Aber es ist ein Unterschied finde ich.
00:17:50: also
00:17:51: Es ist natürlich genial, wenn man das vom Arbeitgeber irgendwie ermöglicht bekommt.
00:17:55: Weil es ein total schönes Beispiel ist, weil du ja dadurch so viele unterschiedliche Aspekte hast.
00:17:59: also einmal wirklich auch diese sozialen Kontakte.
00:18:02: Also je nachdem welche Laufgeschwindigkeit welches Space wie unterschiedlich das auch ist ich habe das mit unterschiedlichen Trainingspartnern dass ich so denke okay wenn ich in Zone zwei rede kann sind die in zone eins beziehungsweise umgedreht.
00:18:12: manchmal wenn ich mit einer Freundin oder meiner Schwester laufen gehe dann ist das für mich irgendwie Zone Zwei und sie kämpft schon irgendwie mit der Luft.
00:18:19: Kann man, muss man ja immer so ein bisschen gucken was ist realistisch?
00:18:21: Was ist umsetzbar und gleichzeitig aber wirklich dieses draußen in der Natur sein unterschätzen wir meiner Meinung nach total.
00:18:28: Das hatte ich mit einem Prof-Made-Diskussion zum Thema visuelles Training.
00:18:31: kann man Augen kann man Sehfähigkeit überhaupt verbessern Und das ist eigentlich seriös das Beste was man machen kann.
00:18:36: wo wir dann am Ende auch gesagt haben so wenn man es jetzt mal zusammenfassen spielt mehr draußen in die Natur geht irgendwie raus im Wald geht aufs Feld geht in Garten und bewegt euch dort weil wirklich auch fürs Nervensystem die beste Regulation ist.
00:18:49: Wer das macht, braucht dieses ganze Schwachsinnige wenn ich das so sagen darf.
00:18:52: Neurozentrierte Training Krafttraining der braucht das alles nicht.
00:18:55: aber die meisten muss man halt einfach sagen vor allem in westlich geprägten Kulturen bewegen sich so wenig und haben Alltag geschaffen wo eigentlich fast keine körperliche Aktivität mehr vorgesehen ist.
00:19:06: Ich merke dass immer wenn Museum an Bahnhöfen Treppenhochend runterrenne und laufe.
00:19:11: Das kennt jeder, aber wenn man mal ehrlich zu sich ist wer macht das wirklich jeden Tag bei jeder Treppe?
00:19:16: Also für mich ist es seit den beiden OP's schon eher ein Genuss weil ich mir so denke geil!
00:19:20: Ich kann wieder treppen laufen.
00:19:21: Ich konnte das halt so lange nicht.
00:19:22: Mich hat das so eingeschränkt egal ob ich Gepäck dabei habe, egal ob in Berlin ging relativ lang jetzt sämtliche Rolltreppen nicht.
00:19:28: dann hab' ich immer noch andere Leuten das angeboten und mich danach so richtig gefreut mir gedacht Geil.
00:19:33: Ich kenne hier mit zwei Koffern die ganzen Treppenborenen runterlaufen, ich bin voll fit!
00:19:36: Ich glaube wenn man das so ein bisschen reframing also für sich umframt und umwertet hat man am Alltag ganz viele Möglichkeiten und ich glaube Augen werden halt einfach total unterschätzt.
00:19:47: Und gerade wenn du jetzt sagst, auch bei euch im Kontext ist es möglich irgendwie an dem Campus Wal das Uphanwald umgeben ist.
00:19:53: Weil gerade für Studierende wir wissen ja dass Lernen in der Pause passiert.
00:19:57: Das heißt wenn ich den ganzen Tag irgendwie nach Vorlesung bin und eine Vorlesungen nach der anderen habe und dann irgendwie in der Pause mir Essen rein pfeifen und irgendwie auf Social Media scrollen, ja dann lernt das hier nichts!
00:20:06: Es kann nicht zwischenspeichern sondern da wirklich versuchen irgendwie so aktive Mikropausen einzubauen.
00:20:11: wer auch immer das kann ist fabelhaft fantastisch.
00:20:14: Ja, ich muss auch sagen vielleicht kannst du jetzt auch ein bisschen das bewerten sozusagen was ich da mache.
00:20:19: Wenn ich mir zum Beispiel Sachen merken möchte bei mir geht es dann hauptsächlich um eben auch Sachen wo ich etwas vortragen soll oder was reden soll, dann spreche ich mir das ganz oft auch ein und höre mir dann zb beim Training auch super gerne.
00:20:32: die Sprachnachricht die ich mir selber geschickt habe so zu sagen nochmal an.
00:20:36: Das muss ich sagen, da habe ich das Gefühl dann setzt sich bei mir so richtig fest.
00:20:40: Weil im dem Moment bin ich eigentlich was aktiv am machen und meine Augen sind dabei total entspannt.
00:20:48: Das heißt es ist viel entspannter für mich als wenn ich die ganze Zeit immer noch mal lese und dabei auch laut lese Und da hab' ich echt das Gefühl dass ich voll den Fortschritt durchmache Dass ich mir Sachen so viel besser merken kann Als würde ich mich selbst ein bisschen austricksen.
00:21:02: Will ich mich da?
00:21:02: Kommt
00:21:03: dir so ein bisschen auch aus der Lernforschung.
00:21:04: Es gibt ja ganz viele unterschiedliche Methoden und Arten, wie man lernen kann oder wie man sich das merken kann.
00:21:09: also ich glaube das wichtigste ist ja wirklich immer so dieses Wissen zusammenzufassen weil viele sind ja so Ja ich gehe den Stoff nochmal durch Da wissen wir mittlerweile dass irgendwie das schlechteste um zu lernen Weil wenn man ihn durchgeht hat man ganz oft dann diesen Effekt Dass man sagt achja weiß Ich habe mir schon mal angeguckt Und sich es dann nicht angucken Nicht abspeichert Sondern so diese ich fasse das zusammen.
00:21:27: Ich sage dann ganz oft auch Wenn ich das damals für ein Master Practitioner oder sowas gemacht hab Ich arbeite bei den Büchern oft so.
00:21:33: Das ist mir eine Studie durcharbeite und dann auch selber noch meine Sprachnachricht schicke, wo ich mir die kurz erkläre – also nicht den Abstract einfach nur vorlesen, sondern meinen eigenen Wortenzusammenfasser.
00:21:42: Und das ist ja wirklich das beste Abspeichern im Nervensystem, wo man sagen kann okay, dann wird es aus einem Kurzzeit-Langzeitgedächtnis in die unterschiedlichen Bereiche angelegt und nicht nur dieses Polemilernen wie ich das früher ums Studium gemacht habe.
00:21:54: Dann fragt mich bitte nichts mehr aus dem Studium weil das sehr wenig hingeblieben.
00:22:02: Bei mir war immer der Klassiker, ich weiß wo es steht.
00:22:04: Ich wusste die Antwort nicht aber ich wusste genau wo ich gelesen habe.
00:22:07: dann in meinen Unterlagen so.
00:22:08: Ich wusst das steht auf Seite vierzehn irgendwo ganz unten weil ich weiß ich hab's mir markiert als ich's gelesen hab.
00:22:13: Aber was
00:22:14: ist denn visuell wirklich vor Augen?
00:22:16: Ich hatte quasi den unteren Abschnitt sozusagen vor Augen aber halt nicht das Wort dass mich in dem Moment vielleicht gefehlt hat oder die Info die mir in dem moment gefehlte.
00:22:26: was die genau beinhaltet.
00:22:28: Und da bin ich dann draufgekommen, dass es für mich eben mehr bringt wenn ich durch dieses Zuhören, also mir selbst oder auch anderen... Ich höre auch oft bei gerne Podcast so, dass sich das irgendwie besser verarbeiten kann in dem Moment als wenn ich's eben einfach nur lese und ich bin auch so jemand, wenn ich lese, ich scamme, ne?
00:22:47: Also ich such Schlagwörter und ich ... bin da dann gerade wenn ich Informationen suche oder so, ich glaube das ist auch etwas, was viele Studierende auch kennen, wenn man so sehr viel recherchiert, dann wird man ja irgendwann auch wie Betriebsblindende.
00:23:00: Das wird immer schwerer gefühlt mit der Zeit eigentlich.
00:23:04: Aber es ist spannend weil wenn du sagst du hast das wirklich dann so bildlich vor Kopf gehabt bist du hier eigentlich schon im visuelle Person, visueller Lerntypen das zu kombinieren und wirklich mit Windmaps?
00:23:12: Und dann aber zu sagen nicht Podcasts zu hören sondern quasi sein eigenes kleines Podcast zu machen.
00:23:17: Weil das Zuhören und das kennt man da hat man immer diesen Confirmation bias diese Ja ja stimmt stimmt ja ja stimmt Aber kann es gar nicht wiedergeben, man lernt wirklich am besten wenn man unterrichtet.
00:23:27: Also wenn man entweder sich selber das nochmal beibringt.
00:23:29: deswegen diese Spickermethoden auf einen kleinen Zettel noch kleiner und noch kleiner um sie immer weiter zusammenzufassen.
00:23:34: Das sind ja eigentlich so mit die bekanntesten Möglichkeiten wo man wirklich sagen kann damit lernt man die Sachen auch wirklich und behält sie sich und gibt den ganzen eine Bedeutung weil man sie halt selber bearbeiten muss und nicht einfach nur konsumiert.
00:23:47: Ich fand auch immer die Prüfungen oder Klausuren, wo ich mir einen handgeschriebenen Zettel mit reinnehmen durfte.
00:23:52: Bei uns haben das manche eben einfach erlaubt damals.
00:23:54: Da musste ich nie drauf gucken!
00:23:56: Das war immer alles Tutti und bei den anderen ja... bin auch oft genug durchgefallen muss man auch an der Stelle sagen können.
00:24:04: Ja weil
00:24:04: es halt eigentlich auch bescheuert ist.
00:24:05: also Wissen heißt wissen was steht nicht auf gewisse Daten.
00:24:09: Beweislich hat es jetzt mit meinem Nephny-Diskussion, die dürfen dann bei manchen Arbeiten nicht mal Stafelwerk nutzen.
00:24:13: Wo ich dachte ja was ist das denn für ein Schwachsinn?
00:24:15: Also geht ihr eher darum das Wissen in die Anwendung zu bringen und nicht so sagen, ich kann das irgendwie auswendig gelernt abschreiben oder eine grafige Tonntafelbild wiedergeben.
00:24:24: aber auch da tut sich ja Gott sei Dank sehr viel und ändert sich hier ganz viel
00:24:28: Definitiv.
00:24:28: Das ist auch eine sehr, sehr wichtige Entwicklung die wir da mittlerweile machen.
00:24:32: Kommen wir noch mal kurz dann quasi zu dir persönlich zurück.
00:24:35: du hast jetzt eben gesagt auch es ging auch um Schmerzen eben bei dir Du warst so ein bisschen wie ans Bett gefesselt.
00:24:41: Welchen Einfluss kann denn Neurotraining auf Schmerz haben und Wie kann man sich das denn in dem Moment vorstellen wo man vielleicht auch einen schmerzpatient ist?
00:24:51: Gehen die einfach weg oder wird's vielleicht auch erst einmal kurz schlimmer?
00:24:54: Oder was passiert denn da so genau?
00:24:56: Ich glaube, das war für mich sogar das Spannendste oder ist auch nach wie vor das Spanndeste einfach dieses ganze Thema Schmerzschmerz besser zu verstehen.
00:25:02: Viele sind ja so, man ist Experte für Schmerzen wo ich denke, ich wünsche dir, ich wäre es.
00:25:06: aber schmerz ist so komplex und so auch da wieder sehr individuell.
00:25:10: Aber trotzdem erstmal zu verstehen dass Schmerze im Gehirn entsteht und das Schmerzt jetzt in meinem Fall Rücken-Schmerz gar nicht der Rücken des Problemes sondern egal welcher Schmerz vorhanden ist, immer zwölf unterschiedliche Gehirnbereiche in der Rolle spielen.
00:25:22: Und das war für mich so ein ... Wenn zwölff unterschiedliche Bereiche eine Rolle spielen hat man vielleicht ja auch unterschiedliche Anknüpfungsmöglichkeiten zu sagen okay wie kann ich mit dem Schmerzen umgehen?
00:25:30: und muss nicht nur wie jetzt im Allemfall irgendwie den unteren Rücken trainieren oder Bauchmuskeln trainieren also... Ich war jetzt nicht irgendwie Sixpack komplett durchtrainiert aber ich war schon relativ ripped as fuck und war schon ziemlich gut trainierten nach mir so also empfehlender Bauch-Muskulatur was ja dann immer als Klischee gesagt wird Da lag es bei mir sicherlich nicht.
00:25:49: Und dann aber zu verstehen, wenn das zwölf unterschiedliche Bereiche sind und Schmerz eigentlich nur eine Aufforderung zu einer Verhaltensänderung ist, also beispielsweise die Sitzposition anzupassen?
00:25:59: Ich konnte nicht lange sitzen, ich konnte nicht lang stehen!
00:26:01: Ich konnte super liegen, ich konzuper laufen... Aber auch da immer nur in Abwechslung.
00:26:05: Jeder Rücken-Schmerzpatient oder Patientin wird das kennen.
00:26:08: Die guten Ls, die schwierigen S-Positionen.
00:26:11: Dann aber zu merken, okay, ich kann aber in jeder Situation Bewegungsumfang anpassen.
00:26:16: Ich kann in jeder Situation über die Atmung regulieren, wie gestresst bin ich oder wie säge ich eine Regulation vielleicht sogar in der Entspannung runter?
00:26:24: Ich kann aber beispielsweise auch über Emotionen den Schmerz verändern.
00:26:27: also für mich war das so ein Gott da macht sich irgendwie fäh auf und es gibt nicht nur so dass eine Gericht-Schmerzmittel in meinem Fall Morphium sondern es gibt ganz viele unterschiedliche Möglichkeiten.
00:26:36: und egal ob das dann irgendwelche Recoloring Techniken sind also wo man sich wirklich den schmerz beispielsweise als ne Farbe vorstellt Und dann die Farbe, wie so bei Wasserfarben immer mehr mit Wasser verwischt und verflüssigt bis es irgendwann sich in Luft auflöst.
00:26:53: Oder das gibt's zum Beispiel... Das fand ich mega spannend!
00:26:55: Das hab' ich auch bei Schmerzzentrale Gönne in dem Buch geschrieben.
00:26:57: Ich habe ganz oft so eine Radiertechnik also merke ich jetzt selbst ja nicht drüber reden genutzt.
00:27:01: Also wirklich sich den Schmerzen bei mir jetzt wieder unterer Rücken.
00:27:04: Dann ist das sowohl was gesehenes immer unten ins Bein an die Außenkante gefahren, also klassisch VL-Fünf S eins Und dann aber diesen Schmerz, den man ja wirklich sehr visuell teilweise auch hat.
00:27:14: Dann wegzuradieren und ein Radierer zu nehmen das Stück für Stück wegzuwischen oder wegzuradieren und zu merken okay es kann einen Einfluss darauf haben je häufiger man das macht umso besser wird man darin.
00:27:24: Und zu merke man ist so dem schmerz gar nicht hilflos ausgesetzt sondern es gibt wirklich Schmerzworschung, Schmerzenmanagement.
00:27:30: Es gibt da mittlerweile so viel spannende einerseits Literatur, aber auch eben so viele Trainingstherapieansätze die man daraus nutzen kann.
00:27:38: und alleine diese drei Faktoren jetzt auf Bewegung bezogen dass sich jede Bewegung anpassen kann.
00:27:44: Ich hatte zum Beispiel immer Angst dann die Schmarschiene auszuräumen weil in meinem Kopf dieses Bild von ich beuge mich nach vorne... ich weiß kognitiv das da eigentlich nichts passieren kann.
00:27:55: Ich hatte aber einfach Schiss, dass die Narbe aufreißt.
00:27:58: Dass du diese ganze operierte Stelle aufreist und dieser ganze Schmutter da wieder rauskommt.
00:28:03: Also kognitiv wieder!
00:28:03: Habe ich schon verstanden?
00:28:04: Das passiert
00:28:05: nicht?!
00:28:05: Aber Angst... ist ja nicht rational, sondern Angst und Schmerz sind so stark auch übers limbische System über die Amygdala verbunden.
00:28:14: Das heißt, über diese Bereiche hat man dann auch Möglichkeiten Stück für Stück über die Bewegung beim Bewegensapparat zu gehen.
00:28:19: Also in meinem Fall ganz langsam erst mal über die Beckenbewegung wiederzugehen, Geschwindigkeiten anzupassen – ganz langsam aber auch mal schnellerer Bewegungen!
00:28:27: Und dann aber den Bewegungsumfang also Range of Motion langsam immer größer werden zu lassen und dann Ausgangspositionen anzufangen vielleicht erstmal im Sitzen, vielleicht erstmal am Liegen den dann vorgebeugt und sich quasi Stück für Stück, so auch motorisch-sensorisch wieder seine Bewegungsfreiheit anzutrainieren.
00:28:44: Und da gibt es so viele unterschiedliche Beispiele, dass ich für mich dann so gedacht habe, ach das ist ja spannend!
00:28:48: Wir haben das ganze Wissen, warum bringt mir das keiner bei?
00:28:51: Und ich hatte aber keinen Bock, die ganze Zeit rumzumeckern und zu sagen es ist alles irgendwie funktioniert hier nicht.
00:28:55: Ich als arme Kassenpatientin kriegte keine gute Betreuung.
00:28:58: Ich hatte super Orthopäden, ich hatte ein Superphysio.
00:29:00: Es hat mir trotzdem irgendwie ... Es hat mich nicht weitergebracht bis zu einem gewissen Grad sondern ich hatte immer noch Schmerzen, ich war immer noch auf Morpheum.
00:29:06: Ich konnte nicht zurück in meinen alten Job und dann habe ich so gedacht ja gut wenn das keiner macht, mache ich das halt und bringe das Wissen bisschen in die breitere Masse und schau mal was man damit eigentlich alles machen kann.
00:29:15: und vor allem ganz egoistisch wie ich mich selber rehabilitieren kann.
00:29:18: Und bin seitdem total fasziniert davon dass dass ich jetzt Schulterschmerzen habe, ob ich Kopfschmerzen hab oder vielleicht auch nach einer Verletzung im Reha-Prozess ein Stück für Stück das Vertrauen in den Körper gewinnen will.
00:29:31: Da ist ja so viel über bewegungsbezogene Selbstwirksamkeit möglich.
00:29:34: und dann anzudocken und zu schauen welche Rolle können die Augen spielen?
00:29:37: Welche Rolle kann das Gleichgewichtssystem spielen?
00:29:39: welche Rolle kann vielleicht aber auch teilweise Geruch spielen, aber dann auch emotionale Ebenen.
00:29:43: also es gibt ja so viele wo man andocken kann.
00:29:45: wenn man sich einmal so das Nervensystem wirklich als Kommunikationsnetzwerk im Vorstellt hat ja jeder individuell vielleicht auch vorlieben, dass was einer Person Spaß macht, macht der anderen keinen Spaß selbst wenn es vielleicht super wirksam wäre.
00:29:57: Und ich finde da hat man so ein Potpourri wirklich an Möglichkeiten wo ich jeden Tag immer wieder neugierig bei jedem neuen Kunden bin und mir denke spannend was alles funktioniert.
00:30:06: Ja, das sind auch manchmal so Kleinigkeiten die dann mit rein spielen.
00:30:09: Ich muss eben als du gesagt hast hier so ein bisschen auch ich sag mal die Angst vor dem Schmerz oder dass sich der Körper in so Situationen erinnert musste ich ein bisschen nachher weil ich habe.
00:30:17: vor über zehn Jahren hab ich mal einen Ferienjob gemacht in einem Labor und da mussten wir dann immer putzen und es war ein Stahlabor.
00:30:25: also da waren Stahlspäne auf dem Boden und Staubsauger aufrollen habe ich dann halt einmal einfach das Kabel Da ist das Kabel aufgehoben, ein Staubsauger und habe in diese Späne reingekriffen.
00:30:35: Bis heute, wenn ich einen Staubsaugerkabel aufrolle, mache ich das anders als bei anderen Dingen.
00:30:43: Der Witz ist es nur der Staubsauge!
00:30:44: Ich kann jedes andere Kabel, das auf dem Boden liegt, rolle ich ganz normal intuitiv auf aber beim Staubsauer stocke ich.
00:30:50: Das ist bis heute... Habe ich das gemerkt?
00:30:53: Ja, eine Betrunzsituation
00:30:54: hat das gehalten.
00:30:55: Also muss ich mich immer noch mal daran erinnern hier kann dass nicht passieren wieder.
00:31:00: Weil ich saß dann auch beim Betriebsarzt und er hat mir mit der Pinzette die Stahlspanne aus dem Finger noch mal rausgezogen, es war auch gefühlt, war's gar nicht so schlimm.
00:31:09: also ich erinnere mich jetzt auch gar nicht mehr irgendwie an den Schmerz oder so.
00:31:12: Ich hab' gar keine Folgen davon.
00:31:14: aber dieser Moment ist da Und das ist ja auch was.
00:31:20: Da hat jeder ein bisschen seine Erlebnisse und das ist das was jeder so individuell mit reinbringt.
00:31:24: wo bei mir deswegen vielleicht das eine oder andere total Also weniger sinnvoll wäre, was bei jemand anderem aber total gut tut.
00:31:31: Wenn man zum Beispiel irgendwie mit den Händen was macht oder so ist ja auch nochmal auf irgendwas fokussieren und dann auch die Hände wenn du mit den Augen was machst dann auch wie du eben gesagt hast die Hende vor die Augen und so das sehr einfach wie du sagst eine riesengroße Range was man alles machen kann und wo man dann so Stück für Stück auch Leute auf einer ganz besonderen Ebene irgendwie auch in deiner Position dann kennenlernt.
00:31:52: Ja, und was du gerade beschrieben hast ist finde ich total spannend wirklich so dieses wie individuell das wahrgenommen wird.
00:31:57: Also ich vergleiche das in den Buchen sind ja auch ganz vielen Workshops immer so dieses wenn also dieselbe Verletzung führt ihr zu ganz unterschiedlichen Schmerzwahrnehmungen und tatsächlich, das wissen wir mittlerweile auch zu ganz unterschiedlichen Entzündungsreaktionen.
00:32:11: Also wirklich der Körper reagiert indigituell wenn sich ein Fleisch an den Finger schneidet da guckt er wahrscheinlich dran spült es einmal ab machten Pflaster drum und macht das weiter weil er gelernt hat ah okay dass passiert häufiger das ist keine Bedrohung Wenn das eine Geigerin passiert Für die ist das so ein hoher Stress, weil denen ich weiß kann ich die Rolle irgendwie im Orchester behalten.
00:32:29: Was passiert jetzt irgendwie hier?
00:32:31: Was ist mit meiner Versicherung?
00:32:32: Was es wenn sich das entzündet und das hat man wirklich auch in unterschiedlichen Studien auch sich angeguckt was passiert Mit den Stresshormonen, was passiert mit Entzündungswerten?
00:32:41: Was passiert mit unterschiedlichen Markern im Blut.
00:32:43: Also das ist nicht nur dieses, was man jahre Jahrzehnte lang gedacht hat so ein bisschen ja es ist so dieses Emotionale und man stellt sich an sondern wir können wirklich physikalisch biochemisch nachweisen dass es eine unterschiedliche Bedeutung hat.
00:32:56: und umgetreten genauso wie gut kann ich Schmerz ertragen wenn der Person im Raum ist die mir irgendwie wichtig erscheint oder mit der Ich mich verbunden fühle.
00:33:04: auf einmal habe ich eine andere Schmerztoleranz Und deswegen finde ich diese unterschiedlichen, das fehlt mir manchmal so in diesem deutschen Verständnis von Neurozentrierten Training.
00:33:11: Das basiert ja sehr auf Seahelf also sehr so.
00:33:14: Input Integration Output sehr... Ich sag jetzt mal Stereotyp wo ich so denke der Input es ist so viel mehr als irgendwie Ich sag jetzt mal nur Augen, Gleichgewicht und Bewegungsapparat.
00:33:25: Sondern das spielen ja so viele unterschiedliche Rollen.
00:33:28: In der Schmerzforschung wissen wir das auch von Lorema Molesley und Butler.
00:33:32: Das ist ja ganz viel Grundlagenforschungen.
00:33:34: auch wirklich.
00:33:34: welchen sozialen Kontext hat er?
00:33:36: Bin ich in einer Beziehung oder nicht?
00:33:37: Habe ich einen Umfeld was mich irgendwie halten kann?
00:33:40: Keine Ahnung bin ich alleinerziehende Mutter und muss parallel noch ein zwei Kinder durchbekommen.
00:33:45: also ich finde es sind so viele Unterschiedliche Ebenen hier im gehörten Nervensystem alle miteinander verarbeitet werden dass man Aber und ich finde, das macht mir zumindest immer Mut.
00:33:54: So viele Möglichkeiten hat auch wirklich positive Veränderungen zu bewirken.
00:33:57: Nicht nur um mal zu sagen ach es ist alles super individuell ja klar aber trotzdem können wir ganz viele positive Faktoren erst einmal schaffen und eine positive Umgebung schaffen wo ganz ganz viel möglich ist.
00:34:10: Ja auf jeden Fall!
00:34:11: Ich find' auch gerade mit Schmerz ist es... unterschiedlichen Ansätzen, dass man auch zum Beispiel so in den Schmerz reinatmen soll.
00:34:18: So in manchen Situationen um denen dann quasi so weg zu atmen und so das fand ich am Anfang ganz ganz merkwürdig als mir das mal jemand gesagt hat.
00:34:28: mittlerweile ist es für mich Alltag Ich mache das total oft, dass wenn ich irgendwas habe, dass sich versuch erstmal so in diese Stelle reinzugehen Und ganz oft löstest das aber vor zehn Jahren keine Chance.
00:34:39: also das war auch so Das konnte ich mir richtig gut an trainieren muss ich sagen
00:34:43: Ja, und halt oft spielt die auch Kommunikation eine totale Rolle in diesen Schmerz hineinzugehen.
00:34:47: Ich bin kein Fan zum Beispiel einen Schmerze hinein zu gehen, sondern ja, Schmerzen als Bedrohung wahrzunehmen?
00:34:53: Und dann aber zu schauen okay wie kann ich den Schmerzwert reduzieren?
00:34:55: Also nötig, ich weiß bin doch nicht wahnsinnig beliebt in der Branche zum Teil Aber ich halte überhaupt nichts davon weder ein Training noch an Therapie in Schmerzin einzugehen Sondern wieder schmerz ist ne Aufforderung zur Verhaltensänderung.
00:35:06: Schmerzt is'n Wahnsignal Da stimmt irgendwas nicht.
00:35:09: Das was viel das was so wenig dass irgendeine bedrohungen Lage will ich ja eigentlich minimieren.
00:35:14: Und dann durch die Atmung beispielsweise zu sagen, okay wie kann ich eine Regulation schaffen?
00:35:19: Wir wissen mittlerweile verlängerte Ausatmungen wirkt er parasympathisch hat eher einen regenerierenden regulierenden Effekt.
00:35:25: Bestes Beispiel ist ja immer Schwangerschaftsvorbereitung und Geburt.
00:35:28: Ich hab mit drei, vier Hebammen in letzter Zeit viel gearbeitet bei dem einen Projekt, wo ich mir jedes Mal denke was wir da eigentlich alles schon wissen?
00:35:35: Was aber irgendwie nirgends wohin übertragen wird.
00:35:37: also es nicht korrifieren.
00:35:38: auf ihrem Gebiet.
00:35:39: jede Frau Schapo und größten Respekt davor die irgendwie ein Kind zur Welt gebracht hat Die weiß eigentlich erst was Schmerzregulationen ist.
00:35:47: Also das werden manche von uns ja nie erleben Und auch das ist wieder sehr individuell.
00:35:52: Aber wie haben so viele Möglichkeiten?
00:35:54: Deswegen finde ich das irgendwie so faszinierend.
00:35:57: Wir stellen das Nervensystem in den Mittelpunkt der Betrachtung und überlegen, wie können wir an diesem individuellen Komplex Mensch, an welcher Stelle können wir was positiv beeinflussen?
00:36:08: Weil wie kann nicht immer alles beeinflussend sein?
00:36:10: Da muss man ja auch realistisch sein.
00:36:11: Ich finde, viel wird da teilweise im Leistungssportbereich aber auch im individuellem Eins-zu-Eins, wo ich denke schön wäre sich das erlauben und leisten zu können.
00:36:19: Und gleichzeitig schaffen wir es auf eine breite Masse zu übertragen Eben überatmen, Überaugen.
00:36:24: Da ist so viel möglich aber eben auch ganz viel über diese Umweltgestaltung.
00:36:29: Ja was würdest du denn sagen wenn Du jetzt einem Studie einen Tipp geben solltest?
00:36:33: Wie er denn seine Umgebung zum Beispiel zum Lernen ideal gestalten sollte?
00:36:37: gibt's da so ein Grundrezept oder ist es auch wieder eher dieses ausprobieren?
00:36:40: und jeder findet so seinen Weg?
00:36:43: Also ja, viel ist bestimmt immer wieder ausprobieren.
00:36:45: So dieses Wandsays für Zoll passt nie trotz der Mustererkennung.
00:36:48: häufig ist es häufig selten ist es selten.
00:36:49: Punkt Nummer eins wie bei allem Schlaf schlafe optimieren.
00:36:52: hätte ich Studium schon gewusst wie wichtig Schlaf ist Gott wäre mein Leben anders verlaufen und ich denke besser als schlechter.
00:36:59: also wirklich alles unter sieben Stunden ist dumm muss man einfach echt so gnadenlos sagen.
00:37:04: Und Ja selbst wenn man das in den Jahr noch gut wegstecken kann.
00:37:08: aber Nachts passieren sämtliche Ruhe, Regenerationsaufbau-, Umbauprozesse.
00:37:13: Das heißt auch, dass Lernen passiert nachts?
00:37:16: Also das ist glaube ich finde nicht so das Wichtigste vor der Klausur die Nacht durch zu lernen.
00:37:19: Ist das dummste was man machen kann?
00:37:21: Da bleibt sowieso nichts hängen.
00:37:22: also das bis wir mittlerweile auch ziemlich nachgewiesen sind einfach Quatsch und unnötiger Stress.
00:37:26: D.h.
00:37:26: Schlaf priorisieren.
00:37:28: Nummer zwei ist eine Umgebung individuell schaffen in der man sich wirklich gut konzentrieren kann.
00:37:33: Für manche ist es BIP, für manche das ist Kaffee.
00:37:35: Für mancher ist es irgendwie ein Arbeitsplatz mit Blick nach draußen aber da wirklich für sich zu überlegen okay was brauche ich?
00:37:41: Ich bin Riesenfan von Fokusarbeit!
00:37:44: Also wirklich dieses Deep Work.
00:37:45: maximal neunzig Minuten am Stück, weil länger kann sich keiner wirklich fokussiert gerade in der Vorbereitung jetzt auf eine Prüfung konzentrieren und dann wirklich aber auch mindestens dreißig Minuten Pause dazwischen machen.
00:37:55: Hab ich früher auch nicht gemacht, kannte ich aber damals einfach noch nicht hatte man weder die Studie noch die Bücher dazu.
00:38:00: also wen das interessiert?
00:38:02: Deep Work auf jeden Fall mal lesen... Und Bewegungen!
00:38:08: Ich bin einfach ein Riesen-Fan von Bewegen.
00:38:10: Wir wissen, dass vor allem über Kraftsport Myokine ausgeschüttet werden, dass wir darüber einen so positiven Einfuß auf Schlaf, auf Wohlbefinden aber auch auf das Immunsystem und die Lernfähigkeit haben.
00:38:22: Also Krafttrainingen, Ausdauertraining nach dem Lernen und wirklich als Bewegungspause mit einbauen ist es effektivste und einfache was man machen kann.
00:38:30: Und dann können sich individuell noch ganz viele andere Sachen anschauen.
00:38:33: Aber das wären für mich erst mal die drei Hauptfaktoren.
00:38:36: Das tut sich auf jeden Fall sehr, sehr sinnvoll an.
00:38:38: und auch gerade mit Bewegung ist man ja bei uns sowieso eigentlich an der Adresse wo man wissen sollte wie wichtig das ist.
00:38:44: Und auch genug Möglichkeiten so finden wie man die in seinen Alltag ganz gut integrieren kann.
00:38:48: weil das ist das was ich zumindest aus ich sage mal meinem Umfeld so sonst oft mitbekomme dass die Leute dann eben sagen wenn ich von der Arbeit komme dann bin ich zur Platt für Sport.
00:38:58: Ich schaffte es einfach nicht mehr.
00:38:59: ich bin dann so gestresst ich muss mich hinding zum runter kommen.
00:39:03: Ich kenne es selbst auch, wenn ich einen langen Tag hatte und ich leg mich auf die Couch zum Runterkommen dann komme ich da aber auch ehrlich gesagt in den seltensten Fällen in dem Moment wieder hoch.
00:39:12: Das ist zumindest bei mir so.
00:39:14: Ich mache das deswegen mittlerweile so dass sich dann entweder wenn wir hier die Möglichkeit haben während der Arbeit meine Bewegung irgendwie integriere oder auf dem Heimweg im Fitnessstudio anhalte.
00:39:23: Das war auch ein sehr großer Gamechanger, dass ich das so gelegt habe, dass es kein extra Weg.
00:39:28: in dem moment ist ist es sehr wichtig, dass man das auch einfach so ein bisschen in seinen Alltag integriert und eine gewisse Routine etabliert was das angeht.
00:39:38: Und echt Bewegungsnecks?
00:39:39: Also oft wird es ja in Deutschland noch so ein bissel belächelt oder früher.
00:39:43: diese ganzen aktiven Pausen hat er nie jemand großartig glaube ich mal ehrlicherweise durchgeführt.
00:39:48: aber wenn man auch das wieder reframe und das zu einer Routine macht also bei mir zum Beispiel wenn ich mal Zuhause bin habe ich an... also wenn ich aus meinem Zimmer an Flur gehe hab ich so Bouldergriffe.
00:39:59: Das heißt, jedes Mal wenn ich meinen Office verlasse und in die Küche gehe mache ich drei vier Klimbzüge.
00:40:06: Müssen nicht zehn sein reichen drei vier.
00:40:07: wer es noch nicht kann zieht sich ja von hoch lässt sich langsam negativ erst mal runter ist völlig egal.
00:40:11: oder?
00:40:12: eine Zeit lang war's für mich dann immer kniebeuge.
00:40:14: ausfallschritte kursackensquads jetzt sind gerade wieder wo ich da ein bisschen nachgelassen habe Liegestütze das heisst.
00:40:22: Es geht nicht darum da bis viel zu machen sondern eine routine zu schaffen immer nach neunzig Minuten Deep Work, nachdem ich krasse Fokusarbeit gemacht habe.
00:40:30: Keine Ahnung, Research oder irgendwie Buch geschrieben oder oder oder.
00:40:34: dann zu sagen so kurze Pause auch wirklich fürs Gehirn für das Nervensystem, zehn-zwanzig Wiederholung zack und danach wieder weitermachen weil das einfach der Körper komplett umschaltet und ich hab das auch ganz oft.
00:40:45: bei so nervigen Arbeiten so Steuer denke ich mir ja jeden Monat aufs Neue.
00:40:48: warum muss sich das eigentlich machen?
00:40:50: Ein zwanzigsten Jahrhundert habe aber auch kein Bock, mal mich darüber aufzuregen.
00:40:53: Das heißt es für mich mittlerweile auch so... ...zwanzig Liegestütze-Band umwinden, atmen gegen Widerstandsband, zack einfach Steuer erledigen.
00:41:01: Also sich in der Umgebung zu schaffen wo's natürlich und normal wird, sich zu bewegen.
00:41:07: ich rotiere da ziemlich strikt durch weil ich einfach super schnell gelangweilt bin.
00:41:10: wenn ich jetzt zwei Monate lang Liegestützen mache denke mir sogar keinen Bock mehr drauf dann brauche ich irgendwie wieder das nächste Dass ihr da anders in Zeit lang warst, an Ring-Dips zu üben und so was.
00:41:20: Aber ich glaube, dass das echt unterschätzt wird.
00:41:23: Da geht's nicht darum, dass es ein strukturiertes Training ist sondern einfach, dass ich darüber im Fall jetzt so viel Bewegung im Alltag habe, selbst wenn ich mal zwei Wochen krank oder kringlich war und gar nicht ins Stream gehen konnte.
00:41:34: Ich würde trotzdem sagen, okay, ich bin ziemlich fit noch weil ich diese Bewegungsnecks für mich schon gar nicht mehr als große Form von Training zähle.
00:41:41: sollen wir so denken?
00:41:42: ja klar finde ich statt.
00:41:43: selbstverständlich
00:41:45: Auf jeden Fall, da hab ich auch mit ... Ich glaube es war mit Fabian Pelzer drüber gesprochen im Podcast.
00:41:50: Macht dein Hobby zum Beruf müsste das gewesen sein?
00:41:52: Ich guck auf jeden Fall mal welche Folge das war und verlinkt die auch noch mal in die Shownutz weil das fand ich auch super interessant welchen großen Effekt das dann haben kann wenn man eigentlich jeden Tag nur ein bisschen Zeit rein investiert in sich und seine Bewegung und seine Gesundheit.
00:42:06: also auf Dauer läuft's auf jeden fall ja.
00:42:09: definitiv.
00:42:10: hast du an der Stelle jetzt noch irgendwas was dir für diese Folge wichtig wäre worüber wir noch sprechen sollten?
00:42:14: Gute Frage.
00:42:16: Ich glaube, für mich ist einfach immer dieses Wichtigste, dass man neugierig bleibt?
00:42:19: Weil ich finde ... Auch wenn man Neurozentrientes Training, wenn man Euro-Akletik googelt, es gibt so diese schwarz-weiß wie ganz viele Sachen ja zurzeit auch in unserer Gesellschaft.
00:42:27: Entweder das alles super oder alles ist schlecht, die Menschen, die das verkaufen und sagen nur, das hilft!
00:42:32: Und damit kannst du Migräne heilen und Schmerzen heilen.
00:42:34: Und und und... Ich glaube da sind wir uns beide einig.
00:42:37: überall, wo Heilsversprechen dahinter sind kann man sehr vorsichtig sein.
00:42:40: Überall, wo direkt danach der Filiettelink aufkloppt wäre ich auch.
00:42:44: auf vorsichtig, gleichzeitig aber so dieses extrem negative.
00:42:47: Ja, aber es gibt noch keine Studie die diese eine Übung nachweist, die zeigt das daraus Effekt XYZ ist.
00:42:54: So funktionieren aber Studien auch nicht.
00:42:55: da wird wahrscheinlich Ulf sehr viel darüber erzählt haben könnte ich mir vorstellen auch über Studien Zapps und Ich finde das Schöne an all diesen Themen ist eigentlich zu sagen wir wissen sovieles noch nicht und diese Neugierende und dieser selbst sichere Demo zu haben was wir nicht wissen und gleichzeitig aber immer wieder herausfinden zu wollen, ausprobieren zu wollen.
00:43:15: Aber was könnten Augenfind-Effekte haben?
00:43:16: Was kann ein Gleichgewichts-Training für einen Effekt haben?
00:43:19: Ach, was kann das für den Effekt sein, wenn ich in meinem Fall jetzt sowohl bei Ausdauertraining als auch bei Krafttraining auf die Zungposition achte und auf die Atmung achte?
00:43:28: Also mir geht es immer darum, es soll eine Kombination sein.
00:43:30: Neurozentriertestraining ist nicht dass die eierlegende Wollmilchsao als dies da teilweise irgendwie verkauft wird, wo ich denke... Hoffentlich idealerweise bei den meisten nur ein Puzzlestück, sondern es ist eine smarte Kombination zu sagen.
00:43:41: Okay aus Nervensystemen Perspektive was brauchen wir?
00:43:45: Wir brauchen Krafttraining.
00:43:46: Das ersetzt ja kein Krafttrainig.
00:43:47: Wir brauchen Kardiotraining.
00:43:49: Es ersetzt ja keinen Kardiotrainig.
00:43:50: aber wie mein Ansatz ist immer Wie kann ich mir all das einfacher machen?
00:43:54: Ich mache High Rocks!
00:43:55: Ich hätte mit nicht mal fünfzig Kilo keine Chance hundertzwanzig Kilometer mit dem Schlitten zu bewegen.
00:44:00: Schaff' ich nicht Kann ich aber offensichtlich, weil ich beispielsweise da extrem darauf achte wo ist meine Zungposition.
00:44:06: Wo führt mein Blick hin?
00:44:08: Wenn ich das nicht mache krieg ich den Schlitt nicht bewegt.
00:44:10: und da diese Neugierde sich zu bewahren und so sagen okay Ich greife mir mal so unterschiedliche Aspekte raus Und überprüfe kritisch was hatten es eigentlich in Effekt für mich vier klienten Für umfeld wenn man mit freunden mit freundinnen dass irgendwie anwendet?
00:44:23: Weil ich glaube diese neugierdel ist es im endeffekt die Innovation vorantreibt und nicht dieses schwarz-weiß Denken von alles ist gut oder alles ist schlecht, sondern wirklich dieses Connection oder connecting the dots diese unterschiedlichen Erkenntnisse erfahren miteinander zu verbinden.
00:44:39: Und da sind die Studierenden ja heute schon so viel weiter als ich das ehrlicherweise damals im Studium war.
00:44:44: Von daher bewahrt euch die Neugier.
00:44:46: Ich glaube das ist das Wichtigste was man heutzutage irgendwie mitgeben kann.
00:44:49: Auf jeden Fall, das ist auch ein sehr schönes Schlusswort.
00:44:51: Und falls ihr jetzt auch neugierig geworden seid während dieser Folge, dann packe ich euch alles an Infos nochmal in die Show Notes rein.
00:44:57: wie gesagt ein paar Podcasts.
00:44:59: Ein paar Podcast-Folgen würde ich euch noch in den Show Notes verlinken.
00:45:02: Auch gerne dann nochmal eins oder mehrere von Luises Büchern und dann würde ich sagen hören wir uns beim nächsten Mal nochmal bei Studieren mit Gehalt.
00:45:10: vielen Dank für deine Zeit Luise.
00:45:11: Danke dir für die Neugierde!
00:45:13: Sehr sehr gerne und dann bis zum nächsten mal tschau.
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